Press Release 02 Mrz 2010

Ehrgeizige FDI-Strategie soll neue Stellen im Dienstleistungssektor und Investitionen aus Wachstumsmärkten fördern.

Investitionsziele für die Regionen

Bedarf an modernen Netzwerken zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Publikation
Strategie von IDA Ireland – Horizon 2020 (PDF)

Mary Coughlan, T.D., Vize-Ministerpräsidentin und Ministerin für Handel, Unternehmens- und Beschäftigungspolitik, gab heute den Startschuss für Horizon 2020, IDA Irelands strategischen Entwurf zur Gewinnung neuer ausländischer Direktinvestitionen (FDI) für Irland in den kommenden zehn Jahren. Die Ministerin betonte die Bedeutung der Initiative als festen Bestandteil der von der irischen Regierung verfolgten Smart-Economy-Politik: „Ausländische Direktinvestitionen sind seit jeher und auch in der Zukunft ein Katalysator für den wirtschaftlichen Erfolg Irlands. Durch das Engagement ausländischer Direktinvestoren entstehen Hunderttausende hochwertiger Arbeitsplätze, sowohl auf Seiten der Investoren als auch bei den Unternehmen (einschließlich der einheimischen Firmen), die diese mit Gütern und Dienstleistungen versorgen. Die erfolgreiche Anwerbung ausländischer Direktinvestoren kann außerdem eine entscheidende Rolle bei der wirtschaftlichen Wiederbelebung von Städten oder Regionen mit geringem Arbeitsplatzangebot spielen.“

Nachhaltige ausländische Direktinvestitionen seien wichtig im Hinblick auf die wirtschaftliche Erholung Irlands und Horizon 2020 liefere ein überzeugendes Argument für die weitere Umgestaltung im Sinne einer erfolgreichen Anwerbung ausländischer Direktinvestoren, so Coughlin. Diese Umgestaltung betreffe: ausländische Direktinvestoren mit Sitz in Irland, IDA Ireland selbst, die Vermarktung und Außendarstellung Irlands im Ausland sowie die Art der Zusammenarbeit aller Beteiligten mit dem Ziel der Gewinnung von FDI.

Barry O’Leary, CEO von IDA Ireland, sagte anlässlich der Präsentation: „Mit Horizon 2020 stellt IDA erstmals seine strategischen Überlegungen in ausführlicher Form der Öffentlichkeit vor. In diesem Strategiepapier bringen wir unsere Sichtweise in Bezug auf die wesentlichen Veränderungen der kommenden zehn Jahre zum Ausdruck. Es enthält die Ergebnisse einer detaillierten Analyse der wichtigsten weltweiten Entwicklungen, wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen und technologischen Ziele. Auf Basis dieser Ergebnisse haben wir skizziert, welche Ziele Irland verfolgen muss, um die sich bietenden Chancen zu nutzen.“ „IDA ist bewusst, dass die ehrgeizigen Ziele von ‚Horizon 2020‘ ein stärkeres und umfassenderes Engagement aller Beteiligten erfordern, wobei der öffentliche und der private Sektor anders als bisher zusammenarbeiten müssen, damit die Strategie Früchte trägt“, fügte er hinzu.

Den Gestaltern von Horizon 2020 ist bewusst, dass ausländische Direktinvestitionen nicht immer dauerhaften Erfolg versprechen, sie erkennen jedoch das wirtschaftliche Potenzial von FDI. Die Unternehmen und Länder, die am besten in der Lage sind, sich kontinuierlich an neue und veränderte Situationen anzupassen, werden dieses Potenzial am besten nutzen können. Irland kann neue Investoren gewinnen, die dem ganzen Land Tausende hochwertiger Arbeitsplätze bringen werden. Ermöglicht werden diese Investitionen durch die Entwicklung, die sich in den bekannten Kundenunternehmen, Branchen und Märkten vollzieht, aber auch durch neue Arten von Unternehmen sowie durch neue Bereiche und Märkte.

Im Strategiepapier „Horizon 2020“ wird im Hinblick auf die kommenden zehn Jahre skizziert, was Irland tun muss, um in der Zusammenarbeit mit führenden globalen Unternehmen erfolgreich zu sein. Nicht zuletzt wird in „Horizon 2020“ eine Reihe wirkungsvoller und ehrgeiziger Ziele definiert, die bereits in Kürze erreicht werden sollen. Ein solches Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Investitionsziele 2010–2014:

  • 105.000 neue Arbeitsplätze.
  • 640 Investitionen.
  • 50 % der Investitionen sollen in Regionen außerhalb von Dublin und Cork fließen.
  • Bis 2014 sollen 20 % der Greenfield-Investments (Neugründungen von Standorten) aus Wachstumsmärkten stammen.
  • Bis 2014 sollen jährlich 1,7 Milliarden Euro in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert werden.

O'Leary äußerte sich wie folgt zu diesen Zielen: „Aufgrund des bevorstehenden globalen Wachstums im Dienstleistungsbereich und der größeren Wettbewerbsfähigkeit wird sich Irland die Investitionen sichern können, die notwendig sind, um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen. Arbeitsplätze entstehen zunehmend im Bereich der Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen und Lösungen. Die Ausschöpfung dieses Potenzials wird von IDA forciert.“ O'Leary weiter: „Neue Geschäftsmodelle resultieren aus Möglichkeiten wie Cloud-Computing und neuen Technologien zur Erhöhung der Produktivität und Energieeffizienz. Indem wir eine Verbindung zwischen dieser Entwicklung und der zunehmenden Verschmelzung ehemals getrennter Sektoren sowie zwischen Kooperationsnetzwerken multinationaler und heimischer Unternehmen herstellen, erschließen wir eine Quelle, die für die Schaffung von Arbeitsplätzen immer wichtiger wird.“ Und: „IDA nimmt eine Vorreiterrolle bei der Gründung solcher Partnerschaften in Irland ein“, fügt er hinzu.

Zu den Grundlagen der in „Horizon 2020“ formulierten Strategie zählt unter anderem eine Reihe neuer Initiativen, die unter dem Titel „Ten Steps of Transformation“ (Zehn Schritte des Wandels) zusammengefasst und in der Publikation ausführlich beschrieben sind.

Neue Initiativen – Ten Steps of Transformation (Zehn Schritte des Wandels)

  1. Unternehmenswandel fördern
  2. Investition in arbeitsplatzintensive Dienstleistungen steigern
  3. Neue Arten von Investitionen aus dem Ausland sichern
  4. Regionale wirtschaftliche Entwicklung fördern
  5. Investitionen aus neuen Wachstumsmärkten erhöhen
  6. Aufstrebende und kleinere Technologieunternehmen fördern
  7. Ansehen und Bekanntheit Irlands im Ausland steigern
  8. Philosophie der „offenen Innovation“ mittragen
  9. Zur Erfüllung des Nutzenversprechens von Irland beitragen 
  10. Zusammenarbeit innerhalb von „Team Ireland“ verbessern


Laut Barry O’Leary müsse „auch IDA einen Wandel vollziehen und dabei als Katalysator für Veränderung dienen. Veränderung in Bezug auf Entscheidungen und Entwicklungen in unseren Kundenunternehmen. Veränderung in Bezug auf die Zusammenarbeit von IDA mit multinationalen Unternehmen auf dem irischen Markt. Und Veränderung in Bezug auf die Partnerschaft zwischen multinationalen Unternehmen und heimischen oder anderen ausländischen Firmen. Ohne eine klare Linie und ohne konsequentes Streben nach Mehrwert für Investoren und Interessenten wird die irische Wirtschaft die nötigen Voraussetzungen schlichtweg nicht schaffen können.“

Nach fester Überzeugung von IDA erfordert die erfolgreiche Umsetzung der Strategie ein bisher unerreichtes Maß an Kooperation zwischen allen Akteuren der irischen Wirtschaft – die Regierung, IDA, andere Wirtschaftsförderungsagenturen, Institutionen der höheren Bildung, multinationale und heimische Unternehmen –, die zusammen das „Team Ireland“ bilden. Beruhte unser Erfolg in der Vergangenheit auf einem herausragenden Nutzenversprechen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren – gute Erfahrungen, großer Markt an qualifiziertem Personal, kluge Steuerpolitik und technische Fähigkeiten, hängt der zukünftige Erfolg unseres Landes davon ab, ob sich zu den genannten Faktoren, die für das Team Ireland unerlässlich sind, auch die Bereitschaft zum Wandel gesellt.

Das Strategiepapier „Horizon 2020“ schließt mit sechs Grundsätzen ab, die das Team Ireland befolgen muss, damit Irland mit seiner hervorragenden Infrastruktur auch in Zukunft ein attraktives Ziel für ausländische Investoren ist:

  • Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern, um sicherzustellen, dass wir mit unserer Arbeitspolitik und unserem Kostenniveau multinationale Unternehmen für eine Vielzahl arbeitsplatzintensiver Projekte gewinnen können.
  • Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Steuerpolitik weiterhin Vorteile im Vergleich zu anderen Standorten bietet.
  • Wir müssen für einen schnellen Ausbau unserer Breitband-Infrastruktur sorgen und moderne Netzwerke bereitstellen, die die Nutzung des Cloud-Computing in ganz Irland unterstützen.
  • Wir müssen dafür sorgen, dass die Energieinfrastruktur den Aufbau erstklassiger Netzwerke in Irland ermöglicht und dass Energie zu einem wettbewerbsfähigen Preis angeboten wird.
  • Wir müssen unser Bildungssystem und unsere Ausbildungsprogramme kontinuierlich verbessern, um sicherzustellen, dass unsere Arbeitskräfte über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und moderne Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten ermöglicht werden.
  • Wir müssen dafür sorgen, dass das ordnungspolitische Umfeld durch klar definierte, nachvollziehbare und flexible Regelungen an veränderte Bedingungen angepasst wird, um die Schaffung neuer Arbeitsplätze, Innovation und die Entwicklung neuer Sektoren zu fördern.


1. WICHTIGE FAKTEN ZU AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONEN

  • 140.000 neue Arbeitsplätze direkt
  • 240.000 neue Arbeitsplätze insgesamt
  • 50 % Anteil am gesamten Unternehmenssteueraufkommen
  • 7 Milliarden Euro Lohnkosten
  • 19 Milliarden Euro direkte Ausgaben
  • Über 70 % Anteil an den Gesamtexporten
  • 73 % Anteil an den Unternehmensausgaben für Forschung, Entwicklung und Innovation


2. AUSLÄNDISCHE DIREKTINVESTOREN IN IRLAND

  • 8 der 10 führenden ICT-Unternehmen
  • 8 der 10 führenden Pharmaunternehmen
  • 15 der 20 führenden Hersteller medizinischer Geräte
  • Über 50 % der weltweit führenden Finanzdienstleister


3. ÜBERGEORDNETE ZIELE

  • 105.000 neue Arbeitsplätze bis 2014
  • 640 Investitionen
  • 50 % der FDI-Projekte außerhalb von Dublin und Cork
  • 20 % der Greenfield-Investments (Neugründungen von Standorten) aus Wachstumsmärkten
  • Jährlich 1,7 Milliarden Euro Investitionen von Kundenunternehmen in die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation

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