Press Release 03 Jan 2017

2016 ist das zweite Jahr in Folge mit Rekordwachstum – Firmen schaffen 11.842 Nettoarbeitsplätze
IDA-Kunden sorgen für fast 10 % der direkten Beschäftigung in Irland

(3. Januar 2017) – Die für ausländische Direktinvestitionen zuständige Wirtschaftsförderungsagentur IDA IRELAND hat heute den höchsten Beschäftigungsstand ihrer Kundenunternehmen in ihrer bisherigen Geschichte bekannt gegeben. Die Beschäftigungsverhältnisse in ausländischen Unternehmen belaufen sich nun auf insgesamt 199.877 Stellen, dies ist der höchste bislang erreichte Wert.

Die IDA-Kundenunternehmen schufen im vergangenen Jahr knapp 19.000 (18.627) neue Arbeitsplätze vor Ort in verschiedenen Branchen, wobei sämtliche Regionen Irlands einen Nettozuwachs an Arbeitsplätzen verzeichnen konnten.

Winning-Strategie ist erfolgreich
Die ersten beiden Jahre der Fünfjahresstrategie Winning: Foreign Direct Investment 2015-2019 von IDA Ireland sind abgeschlossen, und die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass die Organisation auf einem äußerst guten Weg ist, ihr für 2019 gestecktes Ziel von 80.000 neuen Arbeitsplätzen und 900 Investitionsprojekten zu erreichen.

Erzielt wurden diese guten Ergebnisse vor dem Hintergrund noch nie da gewesener geopolitischer Umbrüche, einer leistungsschwachen europäischen Wirtschaft und starken Wettbewerbs durch andere Länder um ausländische Direktinvestitionen.

Die Zahl der gesicherten Investitionsprojekte erreichte im Laufe des Jahres den Rekordwert von 244 und übertraf damit die Vorjahreszahl von 213 Projekten. Die Zahl der Neuinvestitionen stieg von 94 im Vorjahr auf 99. Die guten Ergebnisse bei der Schaffung von 11.842 zusätzlichen Nettoarbeitsplätzen in Irland sind die Folge eines stetigen Stroms von Neuinvestitionen und eines geringeren Arbeitsplatzabbaus innerhalb des Beschäftigungsportfolios. Im prozentualen Verhältnis zur Gesamtbeschäftigung lagen die Einbußen im Portfolio auf dem niedrigsten Stand der letzten 19 Jahre, d. h. seit 1997.

Hierzu erklärte Mary Mitchell O’Connor TD, irische Ministerin für Arbeit, Unternehmen und Innovation: „IDA Ireland gelang es erneut, eine Rekordzahl von Arbeitsplätzen für Irland zu sichern – trotz der Tatsache, dass sich das zurückliegende Jahr für internationale Investoren als äußerst unberechenbar erwies. Die heute vorgelegten Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die IDA-Strategie Winning Früchte trägt. Besonders freue ich mich darüber, dass die Zahlen in den einzelnen Regionen in diesem Jahr so positiv sind. 2016 konnte IDA in sämtlichen Regionen Irlands ein Wachstum erzielen.“

„IDA Ireland gelingt es erneut, eine Rekordzahl von Arbeitsplätzen für Irland zu sichern – trotz der Tatsache, dass sich das zurückliegende Jahr für internationale Investoren als äußerst unberechenbar erwies. Die heute vorgelegten Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die IDA-Strategie Winning Früchte trägt. Besonders freue ich mich darüber, dass die Zahlen in den einzelnen Regionen in diesem Jahr so positiv sind. 2016 konnte IDA in sämtlichen Regionen Irlands ein Wachstum erzielen.“ Mary Mitchell O’Connor TD, irische Ministerin für Arbeit, Unternehmen und Innovation

„Der Erfolg von IDA im Jahr 2016 erinnert daran, dass politische Stabilität ein wesentlicher Bestandteil unseres Investitionsangebots hier in Irland ist. Unternehmen wollen Stabilität und Konsistenz, und gemeinsam mit der Regierung werde ich sicherstellen, dass Irland auch 2017 so aufgestellt ist, dass es den Wettbewerb um einen großen Anteil an ausländischen Direktinvestitionen erfolgreich bestehen kann.“

Hierzu ergänzt Martin Shanahan, Chief Executive Officer von IDA Ireland: „Die Tatsache, dass Unternehmen weiterhin in Irland investiert haben, ist ein Beleg für die Qualität des hiesigen Angebots. Wir können uns jedoch keineswegs auf diesem Erfolg ausruhen, sondern müssen weiterhin unsere Wettbewerbsfähigkeit einschließlich der Kosten im Auge behalten. Der Beitrag des FDI-Sektors war schon immer wichtig für Irland, die Ergebnisse von 2016 zeigen jedoch, dass dieser Beitrag nie zuvor bedeutsamer war. Wir freuen uns besonders darüber, dass diese Erfolge auf breiter Basis erzielt werden und in allen Regionen ein Wachstum zu verzeichnen ist. In den Sektoren Internationale Dienstleistungen, Pharmazeutika und Medizinprodukte sowie Finanzdienstleistungen gab es 2016 durchweg einen beträchtlichen Beschäftigungszuwachs.“
 
„Viele der Projekte, die wir 2016 für uns gewinnen konnten, waren kapitalintensiv (der Investitionsaufwand belief sich 2015i auf 5,5 Mrd. EUR) und brachten einen hohen Zusatznutzen für Irland mit sich. Es wäre falsch, in den FDI-Investitionen nur die direkt in einem Unternehmen geschaffenen Arbeitsplätze zu sehen. Der mit FDI-Investitionen einhergehende Kapitaleinsatz trägt in erheblichem Maße zur Wirtschaft Irlands bei. Diese Kapitalinvestitionen betreffen ganz Irland und 63 % davon erfolgten außerhalb von Dublin. Dies hat in allen Regionen Irlands beträchtliche Auswirkungen auf die Beschäftigung im Bausektor. Sektoren wie Pharmazie, Maschinenbau und Fertigung sind besonders kapitalintensiv, hier werden oft hohe fünfstellige Millionenbeträge in die Standortentwicklung investiert. Auf zehn Arbeitsplätze, die von einem IDA-Kundenunternehmen geschaffen werden, kommen sieben weitere neue Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft.“

Dies sind einige der größten im Laufe des Jahres gesicherten Investitionsprojekte:

  • Oracle erweitert sein Engagement in Dublin und plant 450 neue Stellen für den Ausbau seines Cloud-Business

  • First Data wird in Nenagh, County Tipperary, einen R&D-Hub bauen, in dem bis zu 300 hochqualifizierte Mitarbeiter arbeiten sollen

  • Credit Suisse eröffnete einen neuen Handelsraum in Dublin, für den 100 neue Mitarbeiter benötigt werden

  • Hubspot in Dublin will weitere 320 Mitarbeiter einstellen, um für künftiges Wachstum gerüstet zu sein

  • Shire gab Pläne bekannt, nach Fertigstellung seines Projekts in Dunboyne, County Meath, seine globalen Biotech-Fertigungskapazitäten durch Investitionen in Höhe von 400 Mio. US-Dollar und die Schaffung von 400 neuen Stellen weiter auszubauen

  • Kellton Tech Solutions Limited, ein weltweit aufgestelltes IT-Unternehmen, hat seinen Hauptsitz für die Region EMEA in Drogheda, County Louth, errichtet, wodurch im Laufe von fünf Jahren 100 Arbeitsplätze entstanden sind

  • Wayfair Inc. (NYSE:W), einer der weltweit größten Online-Händler für Wohnungseinrichtung und Wohnkultur, gab die Erweiterung seines mehrsprachigen europäischen Operationszentrums in Galway bekannt, durch die rund 160 neue Arbeitsplätze geschaffen werden

  • Amazon kündigte die Schaffung von 500 neuen Stellen in Dublin an

  • Surmodics in Galway gab Investitionen in Höhe von 16,5 Mio. und die Schaffung 100 neuer Jobs in Ballinasloe bekannt

  • Fazzi Healthcare Services errichtete eine neue Firma für Codierungs- und Gesundheitsdienstleistungen mit Sitz im irischen Limerick und schuf so im Verlauf von fünf Jahren 300 neue Arbeitsplätze 

  • Cylance erweitert sein EMEA-Business mit der Eröffnung eines Büros in Cork, das in den nächsten drei Jahren rund 150 neue Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen soll

Regionen
IDA Ireland konnte 2016 einen Jobzuwachs an allen seinen regionalen Standorten beobachten. Dieses Ergebnis spiegelt die intensiven Bemühungen von IDA Ireland im Rahmen seiner Fünfjahresstrategie Winning: Foreign Direct Investment 2015-2019 in Bezug auf die regionale Verteilung der FDI-Investitionen wider. 59 % aller Arbeitsplätze bleiben außerhalb Dublins.

2016 befanden sich 52 % aller neuen von IDA-Kunden geschaffenen (Brutto-) Arbeitsplätze außerhalb Dublins.

Obwohl der weltweite Trend bei den ausländischen Direktinvestitionen weiterhin eine Bevorzugung großer Städte erkennen lässt, zeigen die statistischen Auswertungen von IDA nach wie vor nachhaltige und verlässliche ausländische Direktinvestitionen an regionalen Standorten.
Brexit
Der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union hat zu einer großen Zahl konkreter Anfragen aus der ganzen Welt bei den einzelnen IDA-Büros geführt. Diese Anfragen kamen aus dem Vereinigten Königreich, aus den USA und aus Asien. Unternehmen wollen Risiken mindern und sicherstellen, dass sie auch nach dem Brexit noch Zugang zum europäischen Markt haben. Die Rückmeldungen von Investoren legen nahe, dass Unternehmen gegenwärtig eine Reihe von Standorten in Europa sorgfältig prüfen. Und zu diesen gehört auch Irland.

Neben den Chancen, die der Brexit beim Wettbewerb um neue mobile Investitionen bietet, wird es wahrscheinlich auch einige nachteilige Auswirkungen geben. FDI-Firmen, die stark vom britischen Markt abhängig sind, leiden bereits jetzt unter den Wechselkursen und müssen sich ferner Gedanken über ihren Zugang zum britischen Markt in der Zeit nach dem Brexit machen.

IDA Ireland gewinnt Investitionen hauptsächlich durch den direkten Kontakt mit seinen Kunden, und zwar unabhängig davon, wo sie in der Welt ihren Sitz haben. Die Zahl dieser Kontakte ist in der zweiten Jahreshälfte 2016 gestiegen, da sowohl bestehende als auch potenzielle Investoren ihre Möglichkeiten in der Welt nach dem Brexit ausloten.

IDA Ireland hat eine Kommunikationskampagne gestartet, um die IDA-Mitarbeiter in aller Welt zu unterstützen. Primäres Element dieser Kampagne ist ein neuer Online-Film, der unsere Adressaten mithilfe ausgewählter Zahlen an einige der wichtigsten und überzeugendsten Eigenschaften von Irland als FDI-Standort erinnern soll. Gleichzeitig betont dieser Film unsere niedrige Körperschaftsteuer und unser unumstößliches Bekenntnis, im Herzen Europas bleiben zu wollen. Die Kampagne geht des Weiteren auf die in Irland verfügbaren Kompetenzen und Talente und auf den fortgesetzten Zugang zum europäischen Markt ein.

Der Film wird durch ein Paket von Werbeanzeigen in Print- und Onlinemedien ergänzt, die mithilfe skurriler statistischer Daten über Irland die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten aller Zahlen lenken: unser 100-prozentiges Bekenntnis zur EU, unsere demografischen Zahlen, was das Talentangebot angeht, und unsere Körperschaftsteuer von 12,5 %.

Die Kampagne wird auf Medienplattformen im Vereinigten Königreich, in Europa und in den USA zu sehen sein.

Wirtschaftliche Auswirkungen
IDA schätzt, dass für jeweils zehn durch ausländische Direktinvestitionen (FDI) geschaffene direkte Arbeitsplätze weitere sieben Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft entstehen. Dies summiert sich bis Ende 2016 auf 339.790 durch FDI unterstützte Arbeitsplätze. Der sekundäre ökonomische Nutzen ist vor allem in der Baubranche, im Einzelhandel und im Gastgewerbe positiv zu spüren.

Ausländische Firmen sind weiterhin bedeutende Exportunternehmen in Irland. Vorläufigen Schätzungen zufolge betrug das Exportvolumen der IDA-Kundenunternehmen im Jahr 2015 rund 149 Mrd. EUR. Dies entspricht fast 64 % aller nationalen Exporte.

Darüber hinaus geben IDA-Kundenunternehmen jedes Jahr 18,7 Mrd. EUR in der irischen Wirtschaft aus; 10 Mrd. EUR entfallen davon auf Gehälter und   8,7 Mrd. EUR auf in Irland bezogene Materialien und Dienstleistungen.

Zur Steigerung des gesamtwirtschaftlichen Nutzens für Irland arbeitet IDA eng mit seinem Schwesterunternehmen Enterprise Ireland zusammen, um die Kontakte zwischen ausländischen Unternehmen und einheimischen Firmen zu verbessern.

Anteil der FDI innerhalb der EU
Irland hat einen deutlich höheren Marktanteil an den europäischen FDI, als zu erwarten wäre, da im Jahr 2015 4,3 % aller FDI-Projekte in der EU in Irland getätigt wurden. Dies ist bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass Irland lediglich einen Anteil von 1,7 % am BIP der EU hat, d. h. Irland zieht ungefähr das 2,5-Fache an Investitionen an, als aufgrund seiner relativen Größe zu erwarten wäre.

Marktausblick
Zu diesem Thema ergänzt Martin Shanahan: „Bei den ausländischen Investitionen konnten wir 2016 in Irland eine extrem positive Entwicklung verzeichnen. Die fortgesetzte weltweite politische und wirtschaftliche Unsicherheit wird aber auch 2017 Auswirkungen auf das Vertrauen der Investoren haben. Nie war der Wettbewerb aus anderen Ländern um ausländische Investitionen stärker – IDA Ireland konkurriert bereits seit Jahrzehnten mit Standorten überall auf der Welt, und wir werden unermüdlich um Investitionen und Arbeitsplätze für Irland weiterkämpfen. Eine Fortsetzung unserer unternehmensfreundlichen Politik ist eine Voraussetzung, um auch in Zukunft Investitionen gewinnen zu können.“

„Irland muss sich darauf konzentrieren, seine Wettbewerbsfähigkeit (einschließlich der Kostenwettbewerbsfähigkeit) zu erhalten, und weiter in Ausbildung, Qualifikationen, Infrastruktur und Unterstützung für Unternehmen investieren. In seinem jüngsten Bericht Ireland’s Competitiveness Challenge 2016 hebt das National Competitiveness Council die Bereiche hervor, die dringend der Aufmerksamkeit bedürfen.“

„Seit dem britischen Referendum über den Austritt aus der EU ist die Mitgliedschaft Irlands in der Europäischen Union zu einem noch wichtigeren Verkaufsargument geworden. Dank unserer Mitgliedschaft verfügen wir nicht nur über den unverzichtbaren Zugang zum europäischen Markt, sondern auch über den Zugang zu einem europäischen Arbeitskräftepool, sodass talentierte Menschen nach Irland kommen können, um hier zu arbeiten. Angesichts der Tatsache, dass der Zugang zu Talent und Qualifikationen darüber bestimmt, welche Staaten in Zukunft Investitionen an Land ziehen werden, ist der Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt ein beträchtlicher Pluspunkt für Irland.“

„Zwar herrscht beträchtliche Unsicherheit, die Arbeitsplatz-Pipeline für das erste Quartal 2017 sieht jedoch vielversprechend aus. 2016 erreichte der Arbeitsplatzabbau bei den IDA-Kundenunternehmen seinen niedrigsten Wert seit 1997. Angesichts der Unruhe auf den Märkten, der Auswirkungen des Brexit und des Drucks hinsichtlich der Kostenwettbewerbsfähigkeit rechnet IDA nicht mit einer Fortsetzung dieses Trends.“

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