Press Release 15 Jan 2016

Höchste Zahl in der 67-jährigen Firmengeschichte von IDA

Einer von fünf Jobs geht auf IDA vermittelte ausländische Direktinvestitionen zurück

Mit 12.000 Nettoarbeitsplätzen verzeichnet IDA eine jährliche Stellensteigerung
von 66 %

6. Januar 2016) - Die für ausländische Direktinvestitionen verantwortliche Wirtschaftsförderungsagentur IDA IRELAND hat heute den höchsten Zuwachs an Beschäftigungen in ihren Kundenunternehmen in ihrer 67-jährigen Firmengeschichte bekannt gegeben. Die gesamten Beschäftigungsverhältnisse in ausländischen Unternehmen erreichen nun 187.056 neue Stellen, dies ist das bisher höchste erreichte Ergebnis.

IDA Kundenunternehmen schufen innerhalb eines Jahres knapp 19.000 (18.983) neue Arbeitsplätze in unterschiedlichen Branchen, wobei jede Region Irlands einen Nettozuwachs an Arbeitsplätzen verzeichnen konnte. Die Nettoarbeitsplätze erreichten insgesamt 11.833 neue Stellen und übertrafen mit einem Jahreszuwachs von 66 % die Stellenneuschaffungen im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres von 7.131.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass mehr als einer von fünf Arbeitsplätzen in Wirtschaftszweigen der Privatwirtschaft (direkte und indirekte Beschäftigung) aufgrund von IDA-initiierten ausländischen Direktinvestitionen (FDI) entstanden ist, was die Bedeutung des multinationalen Sektors für die irische Gesamtwirtschaft unterstreicht. Diese Entwicklung fand vor dem Hintergrund einer weltweit unsicheren Wirtschaftslage, einem intensiven Länderwettbewerb und einer sich wandelnden globalen Besteuerungssituation statt.

Die Anzahl der vereinbarten Investitionsprojekte stieg im Laufe des Jahres auf 213 und übertraf die Vorjahresprojekte von 197. Die Anzahl der Neuinvestitionen stieg von 88 im Vorjahr auf 94 im Jahr 2015. Die starke Nettoarbeitsplatzschaffung ist das Ergebnis einer überaus überzeugenden Anzahl von neuen Investitionen und einem geringeren Arbeitsplatzabbau innerhalb des Beschäftigungsportfolios. Im prozentualen Verhältnis zur Gesamtbeschäftigung lagen die Einbußen im Portfolio auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten. Zentraler Bestandteil der IDA-Strategie ist die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen zur Realisierung einer hohen Wertschöpfung ihrer irischen Aktivitäten. 

Das Unternehmen berichtete heute, dass neben der lange bestehenden irischen Erfolgsgeschichte zur Ansiedlung von globalen Unternehmen die Fähigkeit zur Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte den zentralen Faktor für das erzielte Ergebnis darstellt. Dabei hat das solide und berechenbare Steuersystem Irlands das Vertrauen der Investoren zusätzlich gestärkt.

IDA Ireland befindet sich im ersten Jahr seiner Fünfjahresstrategie „Gewinnung ausländischer Direktinvestitionen 2015-2019”, und die jüngsten Ergebnisse sind ein erster Hinweis auf den Erfolg der Strategie.

Richard Bruton TD, Minister für Arbeit, Unternehmen und Innovation, kommentierte: „Der Hauptfokus des Jobaktionsplans liegt auf dem nachhaltigen Ausbau einer Arbeitsplätze sichernden Wirtschaft, die die Förderung von Unternehmen und Exporten zum Ziel hat und das gescheiterte, auf Immobilien und Schulden gegründete Modell ablösen will. In den vergangenen vier Jahren haben wir damit große Fortschritte erreichen können. Exportorientierte Unternehmen haben in diesem Zeitraum über 60.000 Arbeitsplätze neu geschaffen und konnten damit mehr als ein Drittel zu der Gesamtzahl neu entstandener Arbeitsplätze beitragen. Dies ist eine eindrucksvolle Bestätigung einer exportinduzierten Wirtschaftserholung, bei der multinationale Unternehmen eine bedeutende Rolle gespielt haben.”

„Die heute vorgestellten hervorragenden Ergebnisse zeigen, dass unsere multinationalen Unternehmen weiterhin außergewöhnlich erfolgreich agieren, denn die bisherigen Rekordniveaus von neu geschaffenen Stellen konnten nicht nur übertroffen werden, sondern es wurde auch die höchste Beschäftigungsquote aller Zeiten erreicht. Im Einklang mit den Zielsetzungen unserer strategischen Planungen registrieren wir eine beeindruckende Beschäftigungsentwicklung außerhalb von Dublin und bemerken Beschäftigungszuwächse in allen Landesteilen. Ich möchte Martin und dem gesamten IDA-Team zu dieser bedeutenden Leistung meine Anerkennung aussprechen.”

„Diese nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen ist kein Zufall, denn sie konnte nur vor dem Hintergrund einer umsichtigen und guten Arbeitsplatzförderungspolitik entstehen. Zur Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung verfolgen wir einen langfristigen Wirtschaftsentwicklungsplan, der uns die Zuversicht gibt, dass wir mit den richtigen Entscheidungen auch in den kommenden Jahren weiterhin solch gute Ergebnisse wie diese sehen werden.”

Martin Shanahan, CEO von IDA Ireland, sagte: „Der Beitrag des FDI-Sektors hat für Irland immer eine wichtige Rolle gespielt, doch die Ergebnisse aus dem Jahr 2015 beweisen nun, dass dieser Beitrag nie zuvor größer gewesen ist. Besonders begrüßenswert ist die breit angelegte Wachstumsleistung in allen Branchen und allen Regionen.“

„Viele der im Jahr 2015 hinzugewonnen Projekte waren sehr kapitalintensiv und konnten erheblichen zusätzlichen Nutzen über die Stellenschaffungen hinaus generieren. Die Arbeitsleistung von IDA ist das Ergebnis harter Arbeit des gesamten globalen IDA-Teams sowie der 35 neuen Mitarbeiter, die das Unternehmen im vergangenen Jahr im Zuge der Initiativaktion „Winning Abroad“ hinzugewonnen hat.”

Dies sind einige der größten vereinbarten Investitionsprojekte des Jahres:

  • Facebook plant den Bau eines neuen Rechenzentrums in Clonee, Co Meath.
     
  • Apple investierte 850 Millionen € in Athenry, Galway, mit 300 Arbeitsplätzen in mehreren Phasen.
     
  • Pramerica erweitert seine Betriebskapazitäten in Donegal und schafft in den nächsten drei Jahren 330 neue Arbeitsplätze. Zur Durchführung seiner Expansion baut das Unternehmen einen neuen modernen umweltfreundlichen Bürocampus in der Nähe seiner derzeitigen Niederlassung in Letterkenny, County Donegal.
     
  • Agora Publishing baut ein mehrsprachiges Kontaktzentrum in Portlaw in Waterford und schafft 100 neue Jobs.
     
  • Der Medizintechnik-Hersteller Zimmer investiert 51 Mio. € in Oranmore, Galway, und schafft 250 neue Arbeitsplätze.
     
  • Das US-amerikanische Ingenieurunternehmen ABEC Inc. plant die Ausweitung seines globalen Geschäfts und schafft 100 neue Stellen in Fermoy.
     
  • Um sich der wachsenden Nachfrage zu stellen, hat das Unternehmen Slack angekündigt, einen europäischen Hauptsitz in Dublin zu eröffnen. Das Unternehmen beabsichtigt in den nächsten zwei Jahren die Neueinstellung von 100 neuen Mitarbeitern in den Abteilungen Kundenbetreuung und Kontenmanagement.
     
  • Das Unternehmen Northern Trust hat angekündigt, seine Geschäftsaktivitäten in Limerick auszuweiten und bis zu 300 neue Arbeitsplätze in den nächsten drei Jahren zu schaffen.
     
  • Das Unternehmen Regeneron hat bekanntgegeben, auf seinem Campus für Bioprozesstechnik in Limerick zusätzliche 350 Mio. $ in seine betrieblichen Aktivitäten und seine Produktpalette (IOPS) zu investieren und 200 weitere Arbeitsplätze zu schaffen.
     
  • Das Unternehmen Indeed hat Expansionspläne für seine in Dublin ansässige EMEA-Zentrale (Europa, Naher Osten und Afrika) angekündigt und wird in den nächsten zwei Jahren 300 neue Mitarbeiter einstellen.
     
  • Alexion Pharmaceuticals hat eine Firmenausweitung in Dublin im Umfang von 450 Millionen € angekündigt, damit werden in den nächsten vier Jahren 200 neue Arbeitsplätze und 800 Stellen im Baugewerbe neu geschaffen.

Regionen:

Mit seiner Fünfjahresstrategie „Gewinnung ausländischer Direktinvestitionen 2015-2019“ hat sich IDA für die regionale Verteilung von FDI-Investitionen ehrgeizige Ziele gesetzt.

  • Die im Rahmen des Strategieplans durchgeführten Investitionen stellen eine Kombination aus Neuinvestitionen, Erweiterungen bestehender Unternehmen in Irland und F&E-Investitionen dar. Diese Strategieplanung wurde im ersten Quartal des Jahres 2015 ins Leben gerufen und hat im Jahr 2015 in allen Regionen zu Beschäftigungszuwächsen geführt.
  • Im Jahr 2015 wurden von IDA-Unternehmen 53 % aller Arbeitsplätze außerhalb von Dublin geschaffen, im Vergleich zu 49 % im Jahr 2014.

Während des Berichtsjahres wurden mehrere regionale Beschäftigungspläne vom Amt für Arbeit, Unternehmen und Innovation veröffentlicht. Hierbei nahm IDA eine aktive Rolle bei der Entwicklung dieser Strategien ein. Auch künftig werden die strategischen Planungen zur regionalen Industrieansiedlung die Kompetenz von IDA unterstreichen.

  • Obwohl der weltweite Trend ausländischer Direktinvestitionen eine Bevorzugung von großen städtischen Zentren aufweist, zeigen die statistischen Auswertungen von IDA weiterhin nachhaltige und verlässliche ausländische Direktinvestitionen an regionalen Standorten. Bei der Gesamtzahl aller Beschäftigungen von IDA Unternehmen haben IDA Unternehmen außerhalb von Dublin einen Anteil von 59 % (109.812 Personen).

Wirtschaftliche Auswirkungen
IDA schätzt, dass bei zehn durch ausländische Direktinvestitionen (FDI) geschaffenen Arbeitsplätzen weitere sieben in der Gesamtwirtschaft entstehen (damit insgesamt 318.000 Jobs oder einer von fünf Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft), die mit positiven Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, den Einzelhandel und das Gastgewerbe weiteren wirtschaftlichen Sekundärnutzen generieren.

Auf nationaler Ebene tragen die in der Baubranche tätigen IDA Kundenunternehmen maßgeblich zur Wirtschaftsentwicklung bei. Regeneron baut eine große Anlage am Standort Raheen in Co Limerick, Microsoft expandiert in Leopardstown, Co Dublin, Apple baut ein Rechenzentrum in Athenry, Co Galway, und Alexion investiert in eine neue Anlage in Blanchardstown, West Dublin.

Ausländische Firmen sind weiterhin bedeutende Exportunternehmen in Irland. Nach vorläufigen Schätzungen betrug das Exportvolumen von IDA Kundenunternehmen im Jahr 2014 rund 129 Mrd. €.

Darüber hinaus trugen IDA Kundenunternehmen nach vorläufigen Schätzungen etwa
9 Mrd. € zum jährlichen Lohnaufkommen bei.

Zur Steigerung des gesamtwirtschaftlichen Nutzens für Irland arbeitet IDA eng mit seinem Schwesterunternehmen Enterprise Ireland zusammen, um die Kontakte zwischen ausländischen Unternehmen und einheimischen Firmen zu verbessern.

Körperschaftssteuer
IDA Kundenunternehmen sind bedeutende Steuerzahler der irischen Körperschaftsteuer und waren im Jahr 2014 mit etwa 65 % an dem Gesamtaufkommen beteiligt.

Nach Angaben des Finanzministeriums ist das Körperschaftsteueraufkommen für das Jahr 2015 wesentlich höher als erwartet ausgefallen und lag bei 6,87 Mrd. €. Dies waren die höchsten jährlichen Körperschaftssteuereinnahmen überhaupt.
Diese Steigerung ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, u. a. einer verbesserten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung, die ihrerseits wiederum eine Ableitung verbesserter Geschäftsbedingungen darstellt.

Martin Shanahan, CEO von IDA Ireland, sagte: „Der Anstieg der Körperschaftssteuereinnahmen steht im Einklang mit einer gesteigerten Investitionstätigkeit, die von IDA durchgehend beobachtet wird. So konnten wir in den vergangenen 18 Monaten ein sehr großes Aufkommen von neuen Investitionsvorhaben feststellen, und aus den heutigen Zahlen ersehen wir, dass die multinationalen Unternehmen in hohem Maße zusätzliches Personal einstellen, was auf eine starke Aufwärtsentwicklung der Geschäftsaktivitäten hinweist.”

Irland hat in den letzten beiden Jahren eine Reihe von Änderungen an seinen Körperschaftssteuerrichtlinien vorgenommen, um sie optimal an die internationalen Gegebenheiten anzupassen.
Shanahan sagte: „Neben den Steuersätzen hat die Stabilität des irischen Steuersystems zum Vertrauen der Investoren beigetragen.”

Neben attraktiven F&E-Steuergutschriften und Abschreibungsregeln für IP wird die Einführung der ersten OECD BEPS-konformen Knowledge Development Box mit einem Satz von 6,25 % Irland eine starke Position bei der Erzielung höherwertiger Wirtschaftsaktivitäten verschaffen.

„Allerdings sollte Irland neben den persönlichen Steuersätzen auch seine übrigen Steuerregeln einer konstanten Überprüfung unterwerfen, damit sichergestellt werden kann, dass wir im internationalen Umfeld wettbewerbsfähig bleiben.”

Marktausblick
Im Hinblick auf die Marktperspektiven für das Jahr 2016 sagte Shanahan:
„Die Auslandsinvestitionen in Irland haben im Jahr 2015 ein überaus starkes Ergebnis gezeigt, und es ist klar, dass sie auch künftig einen Schwerpunkt darstellen werden, solange diese kräftige Entwicklung weiter anhält. Vor dem Hintergrund der heutigen starken Zahlen denken wir, dass sich die gute Wirtschaftsentwicklung Irlands weiterhin fortsetzen sollte, sofern die Konzentration auf die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und die Beibehaltung einer unternehmensfreundlichen Wirtschaftspolitik bestehen bleibt und weiterhin Investitionen in Bildung und Qualifikation, Infrastruktur und Unternehmensförderung vorgenommen werden.

Auch für das Jahr 2016 sehen die Aussichten für den Sektor vielversprechend aus, da das IDA-Team für das erste Quartal bereits an einer Reihe von aussichtsreichen Projekten arbeitet. Internationale Herausforderungen werden auch in Zukunft Risiken darstellen, die einer sorgfältigen Überwachung bedürfen, aber ich glaube, dass die Branche auch in den nächsten zwölf Monaten für eine weitere starke Entwicklung gut aufgestellt ist.”

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